Zinsentwicklung, Expertenbefragung und Prognose

Alle Zins-Infos hier für Sie!

Wie haben sich die Zinsen im historischen Vergleich entwickelt? Mit den Interhyp-Zins-Charts haben Sie den Überblick zur Entwicklung der Immobilienzinsen. Nutzen Sie das historisch günstige Zinsniveau! Aber informieren Sie sich hier vorab über die Bauzinsentwicklung und aktuelle Hypothekenzinsen. Wir zeigen aktuelle Konditionen und frühere Entwicklungen im Überblick. Überzeugen Sie sich:

Aktuell

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält den Leitzins noch immer auf null Prozent. Laut der Expertenbefragung für den Interhyp-Zinsbericht vom 7. Juni 2018 können sich Immobilienkäufer in den kommenden Wochen weiter über günstige Finanzierungsbedingungen freuen. Im Verlauf des Jahres sind für viele Zinsexperten aber moderate Steigerungen wahrscheinlich, etwa durch weitere Leitzinserhöhungen in den USA oder eine mögliche, nachhaltigere Konjunkturerholung in Europa. Die Konditionen für zehnjährige Darlehen zur Baufinanzierung sind noch relativ niedrig. Im Interhyp-Bauzins-Trendbarometer erwarten viele Experten und Analysten mittel- bis langfristig steigende Konditionen (siehe unten).

Aktuelle Zinsen im historischen Kontext: Zins-Charts

Die Zinsen für Baufinanzierungen waren in den vergangenen vierzig Jahren nie auf einem so niedrigen Niveau wie in den vergangenen drei Jahren. Auch im Juni 2018 sind sie noch sehr günstig. Die Zinsen für zehnjährige Darlehen hatten im Oktober 2016 den niedrigsten Wert seit Gründung der Bundesrepublik erreicht. Seitdem sind die Zinsen zwar wieder etwas gestiegen, sind jedoch trotz des leichten Anstiegs noch sehr attraktiv. Früher und heute – unsere Zins-Charts zeigen Immobilienzinsen im Vergleich. Letztlich kann natürlich niemand genau sagen, ob die Zinsen für Baudarlehen eine Entwicklung nehmen, die günstig oder doch eher ungünstig ist. Wenn Sie den Bau oder Kauf einer Immobilie planen, sollten Sie aber nicht zu lange warten und günstige Zinsen für sich nutzen.

Zins- und Marktumfeld

Ob Italienkrise, Israel-Konflikt, Strafzollstreit oder Währungsturbulenzen in der Türkei: An den Märkten geht es unruhig zu. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Zinspolitik der beiden wichtigen Notenbanken Fed und EZB. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass die EZB auf ihrer nächsten Sitzung am 14. Juni den Leitzins nicht erhöht. Gleichfalls bleibt abzuwarten, ob und wie sie sich zu ihrem monatlichen Ankauf von Staatsanleihen in Höhe von 30 Milliarden Euro über September hinaus positionieren wird. An der zurückhaltenden Rhetorik und wahrscheinlich ausbleibenden Aktionen wird sich vorerst nicht viel ändern. Auch wenn die Inflation jetzt mit 1,9 Prozent deutlich angezogen hat und damit im Zielbereich der EZB liegt, ist die Konjunkturerholung in Europa nicht nachhaltig genug. Ökonomen führen den Preisauftrieb auch vor allem auf die höheren Ölpreise zurück.

 

Mit Spannung zu erwarten ist die Sitzung der amerikanischen Notenbank Fed kurz vor dem EZB-Entscheid. Wie werden sich die Währungshüter der Fed zur Geldpolitik äußern? Viele Marktbeobachter erwarten eine weitere Leitzinserhöhung im Juni. Manche Stimmen im Markt, wie die von Deutsche Bank-Chefvolkswirt Peter Hooper, halten es mit Blick auf die hohe Inflation in den USA, die Beschäftigungsquote und das Wirtschaftswachstum sogar für möglich, dass die USA die Zinsen in einem schnelleren Tempo erhöhen werden als bisher gedacht.

 

Von der Konsequenz, mit der die Notenbanken den Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik weiter vorantreiben, wird es letztlich abhängen, wann das Zinsniveau hierzulande nachhaltig ansteigt. Die von uns befragten Experten gehen in der Mehrzahl zumindest langfristig, also in einem halben bis einem Jahr, von einem moderaten Anstieg aus.

Der Interhyp-Expertenrat

Die Immobilienfinanzierung braucht eine gute Strategie und entsprechende Vorbereitung. Wer den Weg in die eigenen vier Wände sucht, sollte sich unabhängig von der Zinsentwicklung zunächst fragen: Mit welcher monatlichen Mietbelastung fühle ich mich wohl und wie viel Geld könnte für eine monatliche Kreditbelastung bereitgestellt werden? Wer bisher 1.000 Euro Kaltmiete gut stemmen und noch Rücklagen bilden konnte, wird eine Kreditrate in dieser Größenordnung sehr wahrscheinlich auch künftig schultern können. Zur Vorbereitung zählt unbedingt auch eine frühzeitige Beratung. Kalkulieren Sie Ihre Immobilienfinanzierung anhand eines konkreten Objektes mit einem Finanzierungsberater. Gemeinsam können Sie verschiedene Szenarien durchspielen. Wir können Ihnen, nach einer genauen Analyse, auch eine schriftliche Einschätzung dazu geben, welche Finanzierungssumme wir in Ihrem Fall für machbar halten. Eine solche Einschätzung ist zwar kein Kreditentscheid. Aufgrund der Erfahrung der Berater von Interhyp als Deutschlands größtem Vermittler privater Baufinanzierungen ist die Einschätzung der Finanzierbarkeit in der Regel jedoch sehr valide – und kann Ihre Position im Gespräch mit Verkäufer oder Makler verbessern.

INTERHYP-BAUZINS-TRENDBAROMETER

Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer beruht auf den Aussagen des Expertenpanels*

Werden die Zinsen steigen, sinken oder gleich bleiben?

Zinsentwicklung kurzfristig

(4 Wochen)

20%

30%

50%

Zinsentwicklung mittel- bis langfristig

(6 Monate bis ein Jahr)

80%

10%

10%

*Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben uns Experten der Allianz, der Commerzbank, der ING-DiBa, der HypoVereinsbank, der MünchenerHyp, der Postbank, der PSD Bank RheinNeckarSaar, der PSD Bank Rhein-Ruhr, der Sparkasse Hannover und der Sparkasse zu Lübeck ihre Einschätzung zur kurz- sowie mittel- und langfristigen Zinsentwicklung gegeben. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort "fallend", "steigend" oder "gleichbleibend" angegeben haben.

gleichbleibend

fallend

steigend

Kurz und knapp: Das sagen die Experten

Kurzfristig, also auf Sicht von Wochen, ist das Bild uneinheitlich, je nach Einschät-zung der möglichen Entwicklungen auf den Finanzmärkten: Etliche Experten er-warten eher gleichbleibende Zinsen – allerdings gehen einige auch von steigen-den oder fallenden Zinsen aus. Längerfristig, auf Sicht von sechs bis zwölf Mona-ten, ist das Bild einheitlicher: Hier sieht die Mehrheit leicht steigende Konditionen voraus.

Im Detail: Die Aussagen der Experten im Interhyp-Bauzins-Trendbarometer

Allianz:

"Mit Blick auf die Verschuldung vieler EU-Staaten scheint ein leichter Zinsanstieg das wahrscheinlichste Szenario, obwohl in den USA die Zinsen deutlich angezogen haben."

 

Commerzbank:

"Das politische Chaos in Italien hat die Sorgen über eine neue Staatsschuldenkrise aufflammen lassen und durch das sprunghaft gestiegene Sicherheitsbedürfnis sind die Renditen/Zinsen in Deutschland deutlich gefallen. Kurzfristig dürfte die Unsicherheit über die Wirtschaftspolitik in Italien die Zinsen auf einem gedämpften Niveau halten, mittelfristig dürfte die Aussicht auf ein Ende des Anleihekaufprogramms der Europäischen Zentralbank die Zinsen vom aktuellen Niveau aus wieder etwas steigen lassen."

 

HypoVereinsbank:

"Die Marktturbulenzen Ende Mai hatten einen deutlichen Rückgang der 10jährigen Bund-Rendite zur Folge. Von 0,65 Prozent stürzte diese zwischenzeitlich auf 0,20 Prozent ab und steht derzeit bei 0,40 Prozent. Im Zuge dessen bauten sich auch die Erwartungen hinsichtlich der ersten Zinsanhebung der Europäischen Zentralbank ab. In den kommenden Wochen erwarten wir eine Normalisierung dieser Erwartungen, einhergehend mit einem Anstieg der Kapitalmarktrenditen. Mittel- bis langfristig halten wir an unserer Erwartung eines graduellen Anstiegs der Renditen fest."

 

ING-DiBa:

"Nach den aufregenden italienischen Wochen ist erst einmal Durchatmen an den Finanzmärkten angesagt. Die Flucht in sichere Häfen sollte sich wieder etwas legen, wodurch die Renditen in Deutschland wieder anziehen werden. Hinzu kommt, dass die Spekulationen über nächste Schritte der Europäischen Zentralbank aufgrund steigender Inflationsraten in den kommenden Wochen auch wieder zunehmen werden. Es bleiben allerdings Spekulationen. Die EZB wird sich bis Juli zurückhalten mit Hinweisen, wodurch der mögliche Anstieg der Kapitalmarktzinsen beschränkt bleibt."

 

MünchenerHyp:

"Mit der Bildung einer eurokritischen Regierung in Italien ändern sich die Rahmenbedingungen in Europa deutlich. Die neue Regierung wird versuchen, den maximal möglichen finanziellen Spielraum gegenüber den EU-Institutionen auszuloten und die Märkte werden weiter im Risk-Off-Modus verharren. Auch der schwelende Handelskonflikt mit den USA sollte für schlechte Nachrichten sorgen und die Wirtschaft eher belasten. Diese Belastungsfaktoren wirken kurzfristig gegen einen Zinsanstieg für Hypothekendarlehen und Bundesanleihen sollten in diesem Szenario weiter unterstützt bleiben. Erst mit neuen Entwicklungen hinsichtlich dieser Belastungsfaktoren können mittel- und langfristig neue Einschätzungen vorgenommen werden und die Zinsen gegebenenfalls etwas steigen."

 

Postbank:

"Die Renditen am deutschen Rentenmarkt sind zuletzt wieder deutlich gesunken. Zwischenzeitlich lag die Kapitalmarktkurve sogar auf einem neuen Jahrestief. Die bis zu ihrem Zwischenhoch Mitte Februar gesehene Aufwärtsbewegung wurde damit mehr als egalisiert. Weder die jüngsten Äußerungen der Europäischen Zentralbank, die auch weiterhin für ein Ende des Anleiheankaufprogramms in diesem Jahr sprechen, noch die Zinsentwicklung in den USA, wo die Renditen sich weiterhin in der Nähe ihres Jahreshochs bewegen, können unseres Erachtens für den Renditerückgang hierzulande verantwortlich gemacht werden. Vielmehr ist mit der Unsicherheit im Zuge der italienischen Regierungsbildung der Hauptgrund schnell gefunden. Diese hatte eine massive Flucht in den sicheren Hafen deutscher Staatsanleihen zur Folge. Mit dem nahenden QE-Ende und dem Näherrücken einer ersten Leitzinsanhebung im Euroraum trauen wir der 10-jährigen Bundrendite auf Jahressicht aber nach wie vor einen Anstieg auf 1,25 Prozent zu. Ein moderater Anstieg der Zinsen für längerfristige Hypothekendarlehen auf Jahressicht muss vor diesem Hintergrund in Betracht gezogen werden."

 

PSD Bank RheinNeckarSaar:

"Die zuletzt schwächeren Wirtschaftsdaten und die auf niedrigem Niveau verharrende Inflation nähren marktseitig Zweifel, inwieweit die Europäische Zentralbank die Abkehr von ihrem ultraexpansiven Kurs weiter vorantreiben wird. Wir rechnen kurzfristig mit keinen wesentlichen Änderungen des derzeitigen Zinsniveaus."

 

PSD Bank Rhein-Ruhr:

"Getrieben von den aktuellen politischen Unsicherheiten, insbesondere in Italien und Iran, können die Zinsen kurzfristig leicht fallen. Langfristig rechnen wir dennoch weiterhin mit einer behutsamen Rücknahme der Niedrigzinspolitik und moderat steigenden Zinsen."

 

Sparkasse zu Lübeck:

"Mit der Bildung der neuen Regierung in Italien sowie ihrer kommunizierten Pläne ist die Staatenverschuldungskrise in Europa wieder zum Thema geworden. Deutsche Staatsanleihen werden wieder als sicherer Hafen gesucht, was zu sinkenden Zinsen führte und auch weiter führen kann. Die zeitlichen Auswirkungen sind aktuell nicht abzusehen."

 

Auf der Grundlage des Bauzins-Trendbarometers erstellen wir eine Prognose zur Entwicklung der Zinsen für Baudarlehen. Damit können Sie sich einen ersten Eindruck über die Lage am Markt verschaffen und entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt für Sie gekommen ist. Selbstverständlich beraten Sie unsere Fachleute auch jederzeit gern zu den aktuellen Zinsen für Baudarlehen sowie zu den passenden Finanzierungsmöglichkeiten.

Quelle: Interhyp

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